WissensträgerInnen und Wissensbestand sind lokalisiert.
Leistungsrelevantes Wissen der WissensträgerIn ist identifiziert.
Erwartungen und Ziele in Bezug auf den Wissenstransfer sind definiert.
Was ist zu tun?
Was ist zu beachten?
Frühzeitige Identifikation der WissensträgerInnen, die von Personaländerung betroffenen sind.
Zeitgerechte Planung des Wissenstransfers unter Berücksichtigung personeller und zeitlicher Ressourcen.
Methodische Zugänge
Insbesondere folgende Fragen sind zu bearbeiten:
Welche WissensträgerInnen werden (z. B. aufgrund von Pensionierungen) in den nächsten zwei Jahren aus der Organisationseinheit ausscheiden?
Welche Aufgaben werden von diesen Personen derzeit durchgeführt?
Welches Wissen ist zur Erfüllung dieser Aufgaben vorhanden bzw. notwendig?
Wo und wie ist dieses Wissen bereits gespeichert? Welche Technologien sind dabei im Einsatz?
Führungskraft
Identifikation der von der Personaländerung betroffenen MitarbeiterInnen (z. B. über Altersstrukturanalyse).
Frühzeitiges Ansprechen des Themas »Wissenssicherung« (z. B. im Rahmen des MitarbeiterInnengesprächs).
Legt den Rahmen für die Sicherung von leistungsrelevantem Wissen (Ziele, erwartete Ergebnisse, Zeitrahmen, Ressourcen) fest.
Trägt die Verantwortung für das rechtzeitige Anstoßen des Prozesses und treibt den Prozess voran.
Entscheidet über zur Verfügung stehende zeitliche und personelle Ressourcen.
WissensträgerIn
Treffen einer ersten Einschätzung über benötigte zeitliche / personelle Ressourcen.
Zeitrahmen
Frühzeitige Identifikation von notwendigen Maßnahmen bei Veränderungen (z. B. Personaländerung).
Festlegung des zeitlichen Rahmens durch die Führungskraft.
In Fällen der geplanten Personaländerung (z. B. Pensionierungen) wird empfohlen, den Prozess bereits sehr frühzeitig anzustoßen (ca. zwei Jahre vor geplantem Austritt der WissensträgerIn).
Wissen ist nichts Materielles, sondern ein Produkt des Denkens, Handelns und Lernens von Personen sowie die Kommunikation zwischen Personen. Es bezeichnet die Gesamtheit der individuellen Kenntnisse, Erfahrungen und Fähigkeiten, die Personen zur Lösung von Problemen einsetzen. Dies umfasst sowohl theoretische Erkenntnisse als auch praktische Alltagsregeln und Handlungsanweisungen. Um den unterschiedlichen Arten von Wissen gerecht zu werden, unterscheidet man grundsätzlich zwischen implizitem und explizitem Wissen (Probst, et al., 2006).
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