Transparenz über das vorhandene Wissen der WissensträgerIn ist vorhanden.
Leistungsrelevantes Wissen (expliziter und impliziter Anteil) ist lokalisiert.
Optimale Aufbereitung und Speicherung dieses Wissens ist sichergestellt.
Was ist zu tun?
Was ist zu beachten?
Um das leistungsrelevante Wissen möglichst vollständig zu erfassen, gilt es, neben dem expliziten auch den impliziten Wissensanteil des Wissensträgers / der Wissensträgerin zu erheben.
Dies ist erfahrungsgemäß besonders anspruchsvoll und sollte über den Einsatz spezifischer Methoden erfolgen.
Methodische Zugänge
Um Wissen zu sammeln, zu gewichten, zu bewerten und aufzubereiten, können unterschiedliche Methoden zum Einsatz kommen. Häufig wird von einem offenen und kreativen oder assoziativen Prozess ausgegangen, um dann die gesammelten Informationen zu strukturieren und aufzubereiten, wodurch deren Nutzen und Anwendbarkeit sichergestellt werden.
Stellt die Ressourcen und Methoden zur Sammlung und Aufbereitung des expliziten und impliziten Wissens zur Verfügung.
Steht in regelmäßigem Dialog mit dem / der WissensträgerIn, um das gesammelte Wissen zu gewichten / bewerten.
WissensträgerIn
Übernimmt die Verantwortung, sein / ihr Wissen strukturiert und möglichst vollständig zu sammeln. Greift insbesondere zum Explizieren von implizitem Wissen auf spezifische Methoden zurück.
Tritt in regelmäßigen Dialog mit der Führungskraft, um zu bewahrendes Wissen mit deren Unterstützung zu sammeln, zu gewichten / bewerten und aufzubereiten.
Bedenkt schon in dieser Phase das Teilen und Weitergeben von Wissen und integriert dies bewusst in den Arbeitsalltag (z. B. bewusstes Weitergeben von Informationen an KollegInnen im Rahmen von Meetings).
Zeitrahmen
Die Sammlung, Gewichtung / Bewertung und Aufbereitung des zu bewahrenden Wissens erfolgt erfahrungsgemäß in mehreren Schleifen.
Um explizites und implizites Wissen möglichst vollständig zu sammeln, muss mit einem Zeitraum von bis zu 1,5 Jahren gerechnet werden.
Wissen ist nichts Materielles, sondern ein Produkt des Denkens, Handelns und Lernens von Personen sowie die Kommunikation zwischen Personen. Es bezeichnet die Gesamtheit der individuellen Kenntnisse, Erfahrungen und Fähigkeiten, die Personen zur Lösung von Problemen einsetzen. Dies umfasst sowohl theoretische Erkenntnisse als auch praktische Alltagsregeln und Handlungsanweisungen. Um den unterschiedlichen Arten von Wissen gerecht zu werden, unterscheidet man grundsätzlich zwischen implizitem und explizitem Wissen (Probst, et al., 2006).
Wissenslandkarten Durch Wissenslandkarten wird Wissen in Organisationen grafisch dargestellt. Dies dient der Umwandlung von internalisiertem in externalisiertes Wissen.
Im Wissensmanagement werden solche grafischen Verzeichnisse genutzt, um unterschiedliche Informationen über relevante Wissensaspekte zu sammeln und aufzubereiten. Dies sind beispielsweise Informationen zu den Wissensträger*innen, Wissensbeständen, Wissensquellen oder zur Wissensentwicklung. Dabei wird die Landkarte nicht für die Ablage des verankerten Wissens genutzt, sondern dient vielmehr als Verweis auf relevante Personen, Strukturen oder Dokumente.
Repertory Grid Die Repertory Grid Technik dient dazu, implizites Wissen zu erheben und explizit zu machen. Hierzu werden beschreibbare Merkmale von Personen, Sachverhalten oder Gegenständen genutzt, um Wertesysteme von Personen anschaulich darzustellen. Das so entstehende »Grid« (dt.: Gitter) kann zur weiteren qualitativen und quantitativen Bearbeitung des Themas genutzt werden.
Indem Ähnlichkeiten oder Unterschiede zwischen Begriffen (bzw. Objekten) benannt werden, erhält man Auskunft über die persönlichen Konstrukte, mithilfe derer eine Person die Objektwelt erfasst und ihre Veränderung oder Entwicklung antizipiert.
Cookies helfen uns bei der Bereitstellung von Wissensmanagement.gv.at. Durch die Nutzung von Wissensmanagement.gv.at erklärst du dich damit einverstanden, dass wir Cookies speichern.